Unsere Kita stand ganz im Zeichen heimischer Tierarten

Lange Zeit gab es auch bei uns nur ein Thema: Corona. Was ist Corona? Welche Auswirkungen hat das Virus? Und das wohl Wichtigste für unsere Kinder: Wann ist ein normaler Kita-Alltag wieder möglich? Ganz normal ist der Alltag zwar immer noch nicht, doch zumindest trat das Thema Corona deutlich in den Hintergrund. Die so gewonnene Freiheit nutzten wir direkt, um andere Themen in den Vordergrund zu rücken. Und was gibt es Schöneres, als sich mit der heimischen Tierwelt zu befassen, die ja direkt vor der eigenen Nase ein faszinierendes Leben führt. Und so stand unsere Kita im Zeitraum vom 07. bis 18 Juni ganz im Zeichen von Bienen und heimischen Vogelarten.

 

 

Wie entstehen Bienen? Welche Aufgaben haben sie? Was machen sie mit dem Blütenstaub? Wie wird Honig produziert? Wie lange lebt eine Biene? Spannende Fragen, auf die unsere vier Stammgruppen mit vollem Eifer Antworten gesucht haben. Das hat nicht nur Wissenswertes zu Tage gefördert und ordentlich Spaß bereitet, sondern vor allem die tristen Corona-Monate fast schon vergessen gemacht. So bekamen alle Kinder ab 3 Jahre die Geschichte der Biene vorgelesen und besprachen diese im Anschluss. Basteln stand selbstverständlich auch auf dem Plan: Bienenwaben, Bienen, Blüten, Bienenausweise und vieles mehr. Außerdem gab es unterschiedliche Arbeits- und Ausmalblätter, die z. B. von der Larve bis zur Biene handelten. Natürlich ging es auch raus in die freie Natur, respektive auf unser großes Außengelände. Dort pflanzten wir viele neue Blumen und Kräuter, verteilten Samenbomben und errichteten mehrere Wasserstellen, um die Bienen bei ihrer Nahrungssuche zu unterstützen. Außerdem konnten die Kinder so die Bienen in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten.

 

 

Die Ältesten in unserem Haus, unsere Rebos, stellten sogar Ihre eigenen Samenbomben mit Erde, Lehm, Wasser und Blumensamen her. Diese platzierten sie dann zielsicher bei einem Spaziergang rund um unsere Kita. Das Tolle: Neben Wissenswertes über Bienen erfuhren die Rebos so auch allerhand über diverse heimische Pflanzen und Gräser und stellten sogar ein Naturmemory-Spiel her. Eine Sache durfte bei dem Thema natürlich auch nicht fehlen: Honig. Wie genau dieser hergestellt wird, verriet Lehrer und Imker Thomas Knepel von der Frauenwaldschule im schuleigenen Garten. Kindgerecht und viel Liebe zum Detail bereitete er das Thema für uns auf.

 

 

In der gleichen Zeit erfuhren unsere Minimäuse alles rund um die "heimischen Vögel". Um eine erste Ahnung davon zu bekommen, welche Vogelarten es bei uns gibt, stellten wir diese auf einem großen Plakat vor. Und damit die Kinder nicht nur Fotos von den Tieren zu Gesicht bekamen, bauten wir zusammen einen Nistkasten und hängten diesen im Außengelände auf. So konnten sie von ihrem Gruppenraum aus beobachten, welche gefiederten Besucher es sich dort gemütlich machen.