Die etwas andere Verabschiedung

Normalerweise sieht das Programm unser Vorschulkinder vor den Sommerferien folgendermaßen aus: Kostüme schneidern, Bühnenbilder bauen, Lieder einstudieren und Texte für ein musikalisch angehauchtes Theaterstück büffeln. All dies machen unsere Rebos für ihren großen Auftritt in der benachbarten Musikschule. Ein ereignisreicher Tag, dem stolze Eltern mit Kameras und Smartphones ausgerüstet beiwohnen, um alles festzuhalten. In diesem Jahr war Corona bedingt alles anders. Keine Proben, kein Theaterstück, keine große Abschiedsfeier.

 

 

Und dennoch war die Verabschiedung der Rebos am Freitag eine gelungene Veranstaltung, die unter dem Motto „klein aber fein“ stand. 12 Familien feierten mit uns das Ende einer Ära. Denn auf die Rebos wartet nach den Sommerferien das große Abenteuer Schule. Um 15:00 Uhr ging es los – natürlich mit gebührendem Sicherheitsabstand und unter Einhaltung der Hygieneregeln. Dafür sorgten allein schon die im Halbkreis aufgestellten Bänke, die vor einem großen Baum auf dem Außengelände platziert waren. Statt großem Büffet gab es selbst genähte Stoffkörbchen, die mit Getränken und selbst gebackenen Muffins bestückt, verteilt wurden.

 

 

„Die letzten Monate und auch die Abschlussfeier heute sind einzigartig in der Geschichte der Kindertagesstätte. Einige von euch haben wir eine Zeit lang nicht gesehen, einige sind heute das erste Mal seit Mitte März wieder hier. Trotz allem was wir während der vergangenen Monate erlebt haben, wollen wir es uns nicht nehmen lassen, euch ganz persönlich zu verabschieden“, eröffnet Leiterin Angela Bartel-Hepp die Abschiedsfeier. Sie könne sich noch gut an die Anfangszeit erinnern, als die damals Zwei- und Dreijährigen neu in der Kita waren und die ein oder andere Träne bei der Abgabe vergossen haben. „Seitdem ist viel Zeit vergangen. Vieles haben wir seit Beginn gemeinsam entdeckt, viele schöne Momente erlebt, bei denen ihr, wenn ihr daran denkt, hoffentlich lächeln könnt. Es sind Erinnerungen, die euer und unser Herz berühren, denn alle von euch hinterlassen Spuren in unserer Kita“, so Bartel-Hepp.

 

 

Einige dieser Spuren bekamen die Kinder in Form ihrer Portfolioordner am Ende der Veranstaltung verdeutlicht. Zuvor trat jedes Kind einzeln nach vorne, um eine Schultüte und Brezel entgegenzunehmen. Besonders rührend: Bei der Übergabe richteten die Erzieherinnen ein paar ganz persönliche Worte an ihre „Schützlinge“. Mit einem Segen von Pfarrerin Meike Naumann endete die etwas andere Verabschiedung.