50 Jahre Kita Lee Boulevard

Im Jahre 1969 eröffnete in direkter Nachbarschaft zu der damals noch ansässigen amerikanischen Kaserne im beschaulichen Kurstädtchen Bad Nauheim ein neuer Kindergarten namens Lee Boulevard. Dieses Ereignis mag vielleicht im Schatten von Weltereignissen gestanden haben, wie die erste Mondlandung, die Kürung Willy Brandts zum Bundeskanzler oder das erste Woodstock-Festival - die sich allesamt im selben Jahr ereigneten. Doch für eine nicht gerade kleine Gruppe bedeutete dieses Ereignis vor allem eines: die eigene Kindheit. Und so verwundert es kaum, dass zur 50 Jahresfeier viele alte und neue Weggefährten kamen, um einen schönen Tag zu verbringen, und in Erinnerungen zu schwelgen.

 

Unser tolles Willkommensschild malte Kathrin Schneider.

 

Stilecht im Look der 70er Jahre empfingen Leiterin Angela Bartel-Hepp und ihr Team die Gäste am 14. August in der neu gestalteten Gartenanlage im Eingangsbereich der mittlerweile Kindertagesstätte getauften Einrichtung. „Ich freue mich, dass sie heute alle so zahlreich erschienen sind“, sagte Bartel-Hepp in ihrer Eröffnungsrede. „Viele Generationen haben dieses Haus besucht, mit Leben gefüllt und auch als erste Prägung erlebt. Für mich bedeutet dieser Tag, und somit das 50-jährige Jubiläum, vor allem eins: Zufriedenheit und Erfüllung. Seit 29 Jahren ist der Lee Boulevard nun Teil meines Lebens. Damals hätte ich das nicht für möglich gehalten. 10 Jahre dachte ich, vielleicht ein bisschen länger. Heute bin ich froh, dass es so gekommen ist. Es macht mich einfach glücklich, wenn ich morgens die Kita mit dem Wissen betrete, dass ich mit vielen wertvollen Menschen verbunden bin.“

 

 

Dass diese Aussage auf Gegenseitigkeit beruht, zeigten die Reaktionen der Anwesenden. Tief berührt lauschten sie den Worten Bartel-Hepps. Anwesende, wie Pfarrer Ulrich Becke, Pfarrerin Susanne Pieper, Pfarrer Dieter Ruhland, Heidrun Kroeger-Koch von der ev. Familienbildungsstätte, ehemaligen Mitarbeitende, wie Beatrix Möller, die über viele Jahre im Lee Boulevard gearbeitet hat, aktuelle Mitarbeitende, die Elternvertretung, Kinder verschiedenster Altersklassen samt Eltern und viele mehr. Natürlich wollten alle ein paar Worte sagen und so ihre Verbundenheit mit der Kita zum Ausdruck bringen. Und was könnte besser für diese tiefe Verbundenheit stehen, als einen Baum einzupflanzen? Im Anschluss an den „offiziellen Teil“ wurde nämlich genau dies getan. Fleißige Helfer hievten gemeinsam das noch junge Bäumchen in die Erde – ein Zeichen, das im Laufe der Zeit als Symbol für diesen schönen Tag stehen wird.

 

 

Danach öffnete sich die Jubiläumsfeier und die Anwesenden bekamen ein tolles Programm präsentiert. Im gerade noch rechtzeitig fertig geworden Anbau wurde ein Theaterstück aufgeführt. Wer sich in Form eines Fotos verewigen wollte, stattete der Photobooth einen Besuch ab. Hungrige freuten sich auf reichhaltiges Buffet und auf einen erfrischenden Nachtisch. Als kleine Überraschung kam nämlich der Eismann vorbei. Etwas für die grauen Zellen gab es auch: Kinderfotos der Erzieherinnen und Erzieher sollten richtig zu geordnet werden. Und natürlich gab es jede Menge Spielangebote für die unzähligen Kinder, die fröhlich über das Gelände der Kita wuselten. Ob Hüpfburg, Sandkasten oder Kinderschminken – Langeweile war ein Fremdwort. Ein wahrlich gelungener Tag, der allen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Auf die nächsten 50 Jahre.