Unsere Räume

Unsere Räume sind Bildungsräume. Jeder Raum und jeder Ort in unserer KiTa hat seinen ganz eigenen Anspruch und Schwerpunkt. Durchdachte Raumkonzepte ermöglichen den Kindern ein selbstständiges Tun. Mit den Kindern besprochene Systeme und Regeln dienen einer lebendigen und klaren Gemeinschaft.

  • Künstlerraum: „Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben“. (Pablo Picasso)
Der Künstlerraum bietet Gelegenheiten für Malaktionen verschiedener Art, beispielsweise Malen an der Staffelei oder mit Buntstiften an der Fensterbank, bzw. dem Tisch. Jegliche Schneide- Klebe- Knet- Möglichkeiten an drei Tischen im Raum mit den verschiedensten und kostenlosen Materialien, sowie eine Rückzugs- und Inspirationsecke auf einer Couch.
 
  • Spiele- und Theaterraum:
Der Spiele- und Theaterraum bietet einen spielerischen Umgang mit den Elementen des Theaters und die Möglichkeit eigene Theaterszenen zu erfinden, zu gestalten und aufzuführen. Die Kinder lernen Grenzen und Regeln zu berücksichtigen. Sie üben andere Kinder & deren Bedürfnisse sowie deren Meinungen zu respektieren. Durch die fest installierte Bühne regen wir die Kinder an, auf spielerische Art und Weise eigene Wünsche, Bedürfnisse und Meinungen zum Ausdruck zu bringen und diese selbstbewusst zu vertreten.

Durch das Rollen- oder Theaterspiel lernen sie vielfältige nonverbale Ausdrucksformen (Körpersprache, Mimik). Die Kinder nehmen Kontakt zu anderen auf und gestalten ihren eigenen Tag. Sie tragen Konflikte aus, schließen Kompromisse und erlernen Toleranz bei Tischspielen - auch z. B. Durchhaltevermögen, wenn sie ein Spiel zu Ende spielen, oder dass auch Verlieren zum Spiel gehört und dies nicht schlimm ist.
 
  • Bauraum: „Bauen ist Gestaltung von Lebensvorgängen.“ (Walter Groplus)
Der Bauraum bietet den Kindern viel Platz und Raum für die Umsetzung von großen Bauwerken. Es können mehrere Kinder an einem 'Angebot' beteiligt sein. Im Bauraum sind die Themen Bauen und Konstruieren sehr stark vertreten. Mädchen und Jungen erfahren hier Facetten aus Logik und Mathematik (Mengen, räumliches Denken und Dimensionen).

Die Kinder tauchen in ihre eigenen Welten ab und ihre Kreativität und Phantasie übernimmt das Spiel.  Sei es in der Playmobil – Zoo - Welt, bei dem Bauen einer langen Straße aus Holzklötzen, einem Raumschiff aus den großen Bausteinen oder bei dem Bauen einer Eisenbahnstrecke. Die Kinder werden Zoobesucher, Rennfahrer, Astronaut oder Schaffner.
 
Hierbei differenzieren sie ihre Grob- und Feinmotorik und ihre Hand-Auge Koordination. Sie erfahren die Dimensionen von Räumlichkeit (Höhe, Tiefe, Breite), indem sie verschiedene Ebenen verbinden.  Zusammen erarbeiten sie Lösungsstrategien und erreichen somit zusammen ihre Ziele.

Was lernen die Kinder im Bauraum?

Sprache/Kommunikation:
- Absprachen treffen mit Spielpartnern (was bauen wir wie, wo etc.)
- Kommunikation mit Erziehern → Spielzeug auf Anfrage etc.
- sprachliches Können wird gestärkt

Emotional:
- mit Niederlagen umgehen z.B. der Turm fällt um
- Frustrationstoleranz
- Erfolgserlebnisse z.B. das Bauwerk bleibt stehen/ ist in den Augen des Kindes super gelungen
- Wertschätzung der Spielsachen (richtiger Umgang)

Sozial:
- Spielpartner suchen / Kontaktaufnahme
- andere Spielpartner akzeptieren
- sich in eine Spielgruppe einfügen
- Teilen
- Rücksicht

 
  • Werkstatt: „Man begreift nur, was man selber machen kann, und man fasst nur, was man selbst hervorbringen kann.“ (Johann Wolfgang von Goethe)
In der Werkstatt sind die Themen Konstruieren, Zählen, Messen und Experimentieren vertreten. In der angrenzenden Holz- und Auseinandernehmwerkstatt können zusätzliche Materialien (Dachlatten, Wasserrohre, Pappe, Hölzer, elektrische Geräte, etc.) bearbeitet werden, um sie dann ins Spiel einzubeziehen.

Die Kinder erfahren hier Facetten aus Mathematik und Logik (Geometrie, räumliches Denken, Mechanik, Mengen, technische Funktionen, uvm.). Sie können mit verschieden Materialien experimentieren. Jedes Material bietet eine Fülle von Erfahrungsmöglichkeiten. Durch einen regelmäßigen Austausch der Materialien haben die Kinder die Möglichkeit, immer wieder Neues zu erforschen und damit zu experimentieren.

Was lernen die Kinder in der Werkstatt?

Sprache/Kommunikation:
- benennen von Arbeitsmaterialien
- Kommunikation untereinander
- Kommunikation mit dem Erzieher (bei angeleiteten Angeboten z.B. Experiment)
 
Emotional:
- Mit Erfolg und Niederlage lernen umzugehen
- Wertschätzung der Materialien (richtiger Umgang)
 
  • Raum der Mini-Mäuse (U3)

Im September 2015 haben unsere Mini-Mäuse ihr neues Domizil bezogen. Auf 65 qm können die Kleinsten unserer Kinder spielen und toben und anschließend ein erholsames Nickerchen im ebenfalls neuen Schlafraum halten, der direkt an den Mini-Mäuse-Raum angrenzt. Neben umfangreichen Renovierungsarbeiten, wurde extra ein neuer Boden aus Kautschuk verlegt, der durch seine natürliche Dämmung für warme Füße sorgt.
 
  • Außengelände:
Unser cirka 3.000 m² großes Außengelände bietet jedem Kind Erfolgserlebnisse und Selbstvertrauen. Es ist ein weiterer Bildungsraum zur persönlichen Entwicklung. Hier bieten sich viele Möglichkeiten, die eigenen Grenzen kennenzulernen und zu erweitern. So können Kinder z.B. mit einer „Raus geh–Erlaubnis“ das Außengelände auch ohne direkte Aufsicht einer pädagogischen Fachkraft nutzen.

Zur Schulung der Motorik stehen Kletterbäume, Spielgeräte, Wege, Wiese, Matsch, Sand und Fahrzeuge zur Verfügung. Regeln zur Nutzung werden mit den Kindern gemeinsam aufgestellt. Dies fördert ein gesundes Miteinander und den verantwortungsvollen Umgang mit Spielmaterialien, Geräten und der Natur. Die Zeit im Freien ermöglicht es die Jahreszeiten zu erleben, die Entwicklung der Natur zu beobachten sowie einen achtsamen Umgang mit ihr zu entwickeln.